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08/12
Schwarzwälder Bote 05. August 2012
 
Flamenco in allen seinen Varianten
Soleá dient zur Interpretation von Hesse-Gedicht
 
von Steffi Stocker
 
Calw. Der spanische Flamenco übt einen faszinierenden Reiz aus. Eine außergewöhnliche Präsentation des Ausdruckstanzes bot “La Rondena” im Café Kult. Das vierköpfige Ensemble schlug eine Brücke zwischen den Kulturen.
 
Es handelte sich um eine Hommage an die Kunst, denn das Programm trug den Titel “Viva el arte!” (“Es lebe die Kunst”).
“Flamenco ist eine Kunst, mit der ich alle Gefühlslagen ausdrücken kann”, unterstreicht Alexandra Rateike ihre Leidenschaft für den Tanz. Eindrucksvoll stellte die Tänzerin dies mit den entsprechenden Bewegungen unter Beweis. So entstand eine temperamentvolle Konversation zwischen ihr und den begleitenden Gitarristen und Sängern Robert Rateike und Joachim Erk.
 
Der spanische Ausdruckstanz hat auch fröhliche Seiten
 
Schnell sprang der Funke des spanischen Ausdruckstanzes auf das Publikum über. Die Strophen wurden dabei von Marlies Diekow übersetzt und zeigten auf diese Weise die Bedeutung des Flamencos auf. Neben den tragenden, oft schwermütigen Interpretationen präsentierte Rateike auch die fröhliche Seite. Mit “Bulería de limones” verlieh das Ensemble Heinz Erhardts Gedicht über die Zitronen die andalusische Version im Flamenco-Rhythmus.
Eine Variante des Flamenco stellt die Soleá dar, mit der Rateike tänzerisch den Inhalt von Gedichten Hermann Hesses interpretierte, während Erk diese im Takt der Soleá rezitierte.
Das kleine, aber feine Publikum honorierte den Flamenco-Abend mit reichlich Applaus, zumal der beinahe intime Kreis ermöglichte, Tanz und Vortrag intensiv zu erfahren.
 
 
 
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carpe tuo solem - für gegeneitigen Respekt und Frieden